Samstag, 14. Februar 2026

Der Urknall

Mögen andere Mitte Februar den Urknall der Fasnacht feiern, der Blumenwanderer feiert derweil den Urknall der Botanik! Was jetzt gerade etwas pathetisch tönt, ist nicht so gemeint, denn er sucht das Kleine, das Unscheinbare, das Leise. Dieses aber ist so neu, so ungewohnt um diese Jahreszeit, dass es einem vorkommt wie ein Feuerwerk.

Manchmal muss man wiederkommen. Und wiedergekommen ist der Blumenwanderer schon oft auf den Hügel von St-Triphon. Auch diesmal wieder dieses Gefühl: Oh Augenblick, verweile doch, du bist so schön! Mit jedem Schritt, mit welchem man näher kommt, ergeben sich neue Fotomotive und Entdeckungen, neue Ansichten und Erkenntnisse, auch wenn letztere zuweilen einfach darin bestehen, dass man in so manchen Fällen gar nicht alles kennt, was da so spriesst um diese frühe Zeit.


in der Morgensonne erstrahlen diese Nieswurze (Helleborus foetidus)
mit ihrem ornamentalen Blattwerk geradezu!
Den Beinamen stinkend habe nicht ich erfunden.



auf dem "Anmarsch" stosse ich auf diese bezaubernden
Festknolligen Lerchensporne (Corydalis solida)


das Gelände des "Site d'escalade" in St-Triphon

dieses Stängelumfassende Täschelkraut
(Thlaspi perfoliatum) ist nur wenige
Zentimeter gross!



schon voller Schoten ist
das Vielstängelige Schaukraut (Cardamine hirsuta)





eine erste vorwitzige Traubenhyazinthe

Faserschirm (Trinia glauca)
Hügel-Sesel (Seseli annuum)

die Sonnenwend-Wolfsmilch (Euphorbia
helioscopia) wendet sich tatsächlich
streng nach der Sonne

der Persische Ehrenpreis (Veronica persica)...



bildet hier solch phantastische Teppiche!


habe ich hier noch nie gesehen:
Bocksriemenzunge (Himantoglossum
hircinum cf.)


das Kleine Knabenkraut (Orchis morio)
zeigt schon einen Blütentrieb




hier findet sich das Kleine Knabenkraut
in Gesellschaft des Faserschirms

Gemeiner Reiherschnabel 
(Erodium cicutarium)


die Acker-Taubnessel (Lamium purpureum)
bildet hier auch Teppiche



gerne lasse ich den Blick zwischendurch in die Ferne schweifen


der Knollige Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus)
ist im Begriff, seine Kelchblätter
nach unten zu klappen


und hier wieder so ein Rätsel: ist das nun ein künftiges
Maiglöggli oder ein Aronstab? Ich tendiere zu
letzterem (Arum maculatum).






links Hügel-Erdbeere (Fragaria viridis) und rechts
der Ohnsporn (Aceras anthropophorum)





überall auch die Teppiche
des Lenzblümchens (Erophila verna aggr.)




links eine aufblühende Frühlings-Schlüsselblume
und oben einige Margritli (Bellis perennis)



hier nun ist der Knollige Hahnenfuss
schön aufgeblüht!

der Gemeine Tüpfelfarn (Polypodium vulgare) ist wie auch
der Mäusedorn sehr verbreitet hier, auf jeden Fall mehr als
der Gallische Tüpfelfarn (Polypodium cambricum),
den es hier auch gibt.



überall fruchtet der Mäusedorn (Ruscus aculeatus),
meines Erachtens eine der interessantesten Pflanzen hier oben

aus unerfindlichen Gründen hat
der blühende Genfer Günsel (Ajuga
genevensis) gelbe Blätter


ob man's glaubt oder nicht: eines der Highlights 
hier oben! Es sind austreibende Muschelblümchen
(Isopyrum thalictroides). Das Rote sind nicht Hagebutten,
sondern herabgefallene Beeren des Mäusedorns!


Blattstudie mit Efeublättrigen Zyklamen
(Cyclamen hederifolium)


aber was wächst da zwischen den Zyklamen hervor?





es sind doch tatsächlich schon
die ersten Moschuskräutlein 
(Adoxa moschatellina)!



so erkennt man den Aronstab besser (Arum maculatum)






das Wahrzeichen des Ortes darf nicht fehlen

der hier häufig anzutreffende
Efeu-Würger (Orobanche hederae)
ist längst verblüht.



eine erste Blüte der Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
ist erschienen!





ein Massenvorkommnis des Winterlings (Eranthis hyemalis)
erfreut mich gegen Ende des Spaziergangs


Blick hinüber nach Ollon. Im Vordergrund St-Triphon Village.


Grosses Immergrün (Vinca major)


vor einem Haus befindet sich auch der Rosmarin
(Rosmarinus officinalis) schon in Blüte



den Schlusspunkt bildet das eigentliche Ziel der Wanderung:
der erste Bärlauch (Allium ursinum) der Saison!











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