Donnerstag, 28. Mai 2026

auf Schatzsuche in Sibirien....

war der Blumenwanderer schon vor einem Jahr (siehe den Beitrag vom 13. Juli 2025). Jetzt hat er nochmals einige Perlen gefunden, jedoch nicht als Flussperlenfischer in Russland, wie man sich leicht denken kann, sondern als „Passioné de Botanique“ im schweizerischen Sibirien, also im Tal von La Brévine. Erst auf den zweiten Blick erschliessen sie sich dem geneigten Betrachter, und so zeigt sich einmal mehr, dass es vor der grossen Kulisse auch kleine Naturschätze zu finden gibt.

Für den verehrten John Muir lag das höchste Gut der Natur in ihrer Schönheit, die sie uns schenkt; sie war ihm spirituelle Heimat mit einem Eigenwert, den es um ihrer selbst willen zu bewahren gilt. Muir war überzeugt, dass die Natur tiefe innere Ruhe schenkt, Sorgen vertreibt und den Geist reinigt. Zu seinen berühmtesten Einsichten zählt: „Auf jedem Spaziergang in der Natur erhält man weit mehr, als man sucht“. Und ebenso erging es auch diesmal dem Blumenwanderer auf einem unvergesslichen Pfingstausflug in den unvergleichlichen Jura.


typische Juralandschaft mit ihren Hügelzügen und Synklinalen


direkt am Weg an geschützter Stelle
finde ich den Österreicher Ehrenpreis
(Veronica austriaca)



dass die vom Aussterben bedrohte Art 
schon im Mai aufblüht, ist doch eher aussergewöhnlich





dieses osteuropäische Florenelement ist in Mitteleuropa
 nur sehr zerstreut und disjunkt verbreitet


nebenan gab's was zu futtern:
Kümmel (Carum carvi)



hier auch zahlreich die Warzen-Wolfsmilch
(Euphorbia verrucosa)




 langgezogene Kuppe, welche von Fettwiesen umgeben wird


auf dem steinigen, mageren Boden hier, wo die Kühe kaum weiden mögen,
wächst eine gelbblühende Art, die einen gewissen Duft verströmt



es ist der lange gesuchte
Niederliegende Geissklee (Cytisus decumbens)


daneben auch eine alte Bekannte:
Männliches Knabenkraut (Orchis mascula)


aber dass hier der Geissklee so massenhaft auftritt,
erstaunt mich schon. Im Gegensatz zum ähnlichen
Behaarten Ginster ist er abstehend behaart.


das Feld-Stiefmütterchen (Viola tricolor)
für einmal einfarbig


aber schnell wandert der Blick wieder zurück
zum niederliegenden Hülsenfrüchtler




hier findet man auch einen weiteren Seltling,
aber erst in den allerersten Knospen:
Schwertblättrige Platterbse (Lathyrus bauhinii)


ein Abstecher an die französische Grenze
macht mir die reiche Geschichte
des Gebietes bewusst


dies hier ist kein Geissklee, wohl aber
der ebenso schöne Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)!




aber was leuchtet dazwischen Blaues?


nach eingehender Beschäftigung komme ich zum Schluss,
dass es die lange gesuchte Kalk-Kreuzblume
(Polygala calcarea) sein muss!


daneben auch diese Augenweide:
Schlangen-Knöterich (Polygonum bistorta)

ein toller Schlusspunkt war die Auffindung
der Kalk-Kreuzblume mit ihren zahlreiche Tuffs
die Art mit ihrem lebhaften Blau
gilt in der Schweiz als stark gefährdet














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