Freitag, 15. Juli 2016

die Borstige Glockenblume

Die Borstige Glockenblume (Campanula cervicaria) ist weder mit der Knäuel-Glockenblume noch mit der Bärtigen Glockenblume zu verwechseln. Der Blumenwanderer entdeckte vor einem Jahr per Zufall einen Standort dieser seltenen Art in der Nähe des bernischen Bantigers. Sie kam früher zerstreut im ganzen Mittelland und im Unterwallis vor, gilt heute aber gesamtschweizerisch als stark gefährdet.
Vor einer Woche besuchte ich den Standort an einer Strassenböschung wieder und war enttäuscht, trotz intensiver Suche nurmehr ein einziges knospendes Exemplar zu finden. Um gute Aufnahmen davon zu erhalten, ging ich nochmals hin und staunte nicht wenig, dass nun elf schöne Stängel blühten, die ich vor wochenfrist schlicht übersehen hatte.



am selben trockenwarmen Waldsaum blüht auch
die Kron-Lichtnelke (Silene coronaria), die bei uns
ursprünglich nicht heimisch war, sondern aus Gärten verwilderte.


sehr wohl heimisch ist dagegen die Raue Nelke (Dianthus armeria),
ein heimlicher Liebling des Blumenwanderers.
ihre Kronblätter sind mit 
weissen Pünktchen übersät und......
die sehr langen, rauhen Kelchschuppen sind
fast so lang sind wie die Kelchblätter selber.




dem Salbeiblättrigen Gamander (Teucrium scorodonia)
fehlt wie allen Gamandern die Oberlippe.



Wo ist die Borstige Glockenblume?
Hier sieht man den endständigen Blütenknäuel......

noch im Knospenstadium.



eine Woche später sind die Blüten schon wieder
geschlossen, diesmal weil sie
bereits abgeblüht sind....
doch die Etagen weiter unten
blühen noch.


die Blüten öffnen sich von oben nach unten
und halten sich nur für wenigeTage.
die Pflanze wird fast einen Meter hoch:
nur so kann sie sich gegen
den Gamander durchsetzen.


die Borstige Glockenblume zeigt Melittophilie,
d.h. sie wird vorzugsweise von Bienen bestäubt
wie hier zu sehen ist.



die namensgebenden Börstchen auf Stängel und Blättern





an derselben Stelle ist auch.........
das Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) 
zu finden.





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