Samstag, 22. August 2015

der Österreicher Bärenklau

Der Napf im Emmental hat nicht nur eine grandiose Rundum-Aussicht und ein gutes Mittagessen im Berghotel zu bieten, sondern auch eine botanische Sensation: den Österreicher Bärenklau, der in der Schweiz nur hier vorkommt. Die Art ist eigentlich ein ostalpines Florenelement, jedoch mit einem einsamen Vorposten bei uns am Napf.
Der Blumenwanderer hatte seine liebe Mühe, ihn vor die Linse zu bekommen, denn er wächst etwas heimlich auf fast unzugänglichen, steilen Grasflächen auf der Nordseite der Napfkreten. Diese mit der Rostsegge (Carex ferruginea) bewachsenen Grasflächen finden sich umgeben von Wäldern in den kleinräumlichen Einzugsgebieten von Bächen und werden aktuell nicht (mehr) bewirtschaftet.


Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)


ein ganzer Hang voller
Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea)













das Ergebnis harter Arbeit





ein wanderfreudige Ziege informiert sich ...


in einer Lägerflur bei Stächelegg angetroffen:
die Gefleckte Gauklerblume (Mimulus guttatus)





sie ist ein nordamerikanischer Neophyt












die Besenheide (Calluna vulgaris) wächst prächtig
auf ehemaligem Waldboden

auch ein Ergebnis harter Arbeit:
ein imposanter Ameisenhaufen


die beeindruckenden Nagelfluh-Felsen auf der
Nordseite des Napf. Auf den Matten unten
wächst die Napfsensation.....

der Österreicher Bärenklau (Heracleum austriacum)









ebenfalls auf  den feuchten Felsen angetroffen:
der Bach-Steinbrech (Saxifraga aizoides)
er ist kleiner und hat anders geformte Blätter
als der verbreitete Wiesen-Bärenklau


beeindruckend sind die stark vergrösserten Randblüten dieser Art


ein abgeblühte Dolde mit Früchten. Aus botanischer Sicht interessant:
die feinlanzettlichen  Hüll-und Hüllchenblätter

zum Vergleich der ebenfalls angetroffene
Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium)
keine Dolde: die abgeblühte Rispe
des Alpendostes (Adenostyles alpina)


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