Donnerstag, 19. Februar 2015

Rückblick auf 2014 (Wallis)

Am 21. Mai 2014 gleich an drei Orten im Wallis botanisiert:

In Acherbielen, einem Naturschutzgebiet bei Brigerberg mit heute seltener Ackerbegleitflora eröffnet sich eine vielfältige Ackerlandschaft mit traditionellen Getreidefeldern, Magerwiesen, Felsensteppen, Suonen, Trockensteinmauern und Terrassen.


Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense)

Sommer-Blutströpfen (Adonis aestivalis)

Mönchskraut (Nonea erecta)

Schopfige Traubenhyazinthe (Muscari comosum)



Bei Grengiols blühte eine besondere Tulpe, die Grengjer Tulpe. Sie wurde am 26. Mai 1945 vom Botaniker Eduard Thommen entdeckt, der sie als eigenständige Art beschrieb. «Tulipa grengiolensis» gilt seither als einzige Tulpenart, die ausschliesslich in der Schweiz vorkommt. Sie blüht nur im Bergdorf Grengiols und dessen Umgebung. Ihre Herkunft liegt noch im Dunkeln. Vermutlich handelt es sich um Nachkommen einer vor Jahrhunderten eingeführten, unbekannten Tulpenart. Im Volksmund wurden die Grengjer Tulpen auch Römertulpen genannt.








In der Twingi-Schlucht, durch die der Weg ins Binntal führt, wanderte ich auf der alten Strasse, die vor der Eröffnung des Tunnels im Jahr 1965 das Binntal mit Ernen verband. Entlang dieses Weges kann man die seltene Walliser Levkoje bewundern, aber auch viele andere botanische Juwelen, die oft direkt auf dem Fels wachsen.


Hier beginnt die Wanderung

herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia)




Walliser Levkoje (Matthiola valesiaca)









buchsblättrige Kreuzblume (Polygala chamaebuxus)

Schweizer Schöterich (Erysimum rhaeticum)



Schweizer Schöterich und Seifenkraut (Saponaria ocymoides)




Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)







Felsen-Fingerkraut (Potentilla rupestris)
Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen